Kloster Eberbach

Kloster Eberbach

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Landkarte Kloster Eberbach
001 Klostergebäude

 

Nach zwei erfolglos gebliebenen Niederlassungen von Augustiner- und später Benediktinerpatres entsandte der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux einen Konvent von zwölf Mönchen unter Abt Ruthard aus Clairvaux als Grundstock für eine der bedeutendsten Zisterzienserabteien Deutschlands in das unwirtliche Kisselbachtal. Mit den eindrucksvollen Bauten - hauptsächlich aus dem 12. bis 14. Jhdt. stammend - ist das 1163 gegründete Kloster Eberbach eines der wichtigsten Denkmäler mittelalterlicher wie zisterziensischer Baukunst in Europa. Verschiedene Bauepochen der Romanik, der Gotik und des Barock sind in den Klostergebäuden zu finden. Die Anlage ist ein typisches und vor allem weitgehend vollständig erhaltenes Beispiel für ein Zisterzienserkloster.

In den Jahren 1985/86 sind im Kloster Eberbach viele Szenen zu J.J.Annauds und B. Eichingers (2011) berühmtem Film <Der Name der Rose> nach dem Roman von Umberto Eco (2016) gedreht worden.

 

001c Bernhard von Clairvaux 001b Bernhard von Clairvaux

Bernhard von Clairvaux (* um 1090 bei Dijon  20. August 1153 in Clairvaux / Skulpturen im Klostermuseum)

002 Kreuzgang

Kreuzgang

003 Blick aus dem Kreuzgang

Blick auf den Bibliotheksbau

004 Portal

Portal

003a Blick aus dem Kreuzgang

Blick aus dem Kreuzgang auf den Brunnen (nur noch fragmentarisch erhalten)

006 Mönchsrefektorium
006a Mönchsrefektorium
007 Portal im Mönchsrefektorium 010 Schrankdetail Mönchsrefektorium

Portal

005 Fraternei-Kabinett

Fraternei (Brüdersaal - seit dem 15 Jhdt. Weinkeller)

008 Schrank im Mönchsrefektorium

Mönchsrefektorium (Speisesaal) der heutige repräsentative, holzgetäfelte und prachtvoll stuckierte Saal mit seinem Renaissance-Schrank entstand zwischen 1720- 1724.

009 Schrankdetail Mönchsrefektorium

redendes Wappen:  Kirche - Eber - Bach

011 Stuckdecke Mönchsrefektorium
012 Laienrefektorium

Konversenbau, Laienrefektorium, Speisesaal der Laienbrüder (im 15.Jhdt. zum Weinkeller umfunktioniert)

013 Türbeschlag

Türbeschlag

014 Basilika

Blick in die dreischiffige Pfeilerbasilika der Romanik (hier finden u.a. Konzerte im Rahmen des “Rheingau-Musikfestivals” statt)

014a Basilika

Blick in die Basilika

015 romanisches Langhaus

romanisches Langhaus (mit Grabplatten)

016 gotisches Langhaus

gotisches Langhaus mit Maßwerkfenstern

017 Fenster im gotischen Langhaus

Der Rahmen und die Zwischenräume eines Maßwerkfensters sind aus filigranem Mauerwerk, dem sogenannten Maßwerk, gestaltet

015a Abt Hermann Hungrighausen 1737-1750 Abt Adolph I Dreimühlen

Grabplatten der Äbte Hermann Hungrighausen und Adolph I Dreimühlen

018 Hochgrab Gerlach von Nassau 1322-1371

Hochgrab  Gerlach von Nassau 1322-1371

019 Mönchsdormitorium

Mönchsdormitorium (74m langer, zweischiffiger Schlafsaal) wurde ab 1250 erbaut

019a Mönchsdormitorium 020 Tür im Dormitorium 019b Säulenkapitell

das Mönchsdormitorium diente im Film <Der Name der Rose>  als Kulisse für das Scriptorium (Schreibstube)

Sehenswürdigkeiten aus dem Abteimuseum

022 Kruzifix 12.Jhdt.

Kruzifix (Mitte 12.Jhdt, Bronze gegossen, ziseliert, Corpus ursprünglich vergoldet)

023 Kirchenfensterverglasung 024 Kirchenfensterverglasung

älteste Kirchenfensterverglasung der Zisterzienser im deutschsprachigen Raum (um 1180)

025 Reliquienkreuz  Vs
026 Reliquienkreuz  Rs

Reliquienkreuz  (byzantinisch, vermutlich 9.-12. Jhdt., Bronze gegossen, ziseliert)

(Das Kreuz wurde 1992 bei Sanierungsarbeiten am Dach der Abteikirche gefunden. Auf der Vorderseite ist Christus am Kreuz dargestellt. Auf der Rückseite steht im Zentrum Maria mit betend erhobenen Armen. An den Enden der Kreuzarme sind Medaillons mit den Büsten der vier Evangelisten angebracht.)

Während die mittelalterliche Bausubstanz der Klosteranlage nahezu vollständig erhalten geblieben ist, ist das klösterliche Inventar durch Plünderungen während des 30jährigen Krieges sowie dem achtlosen Umgang mit Kulturgut nach der Aufhebung des Klosters im 19. Jahrhundert nur noch fragmentarisch vorhanden.

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