Kloster Loccum

Kloster Loccum

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Karte Loccum

Loccum liegt etwa 50 km nordwestlich von Hannover in der Nähe des Steinhuder Meeres.

Das 1163 am Todestag des Benedikt von Nursia von 12 jungen Mönchen und ihrem Abt (ausgesandt vom Zisterzienserkloster Volkenroda in Thüringen das wiederum auf Mönche des Zisterzienserklosters Kamp/Nordrhein-Westfalen zurückgeht) gegründete Zisterzienser-Kloster ist in seiner Schlichtheit eines der am besten erhaltenen seiner Art in Deutschland. Seit etwa 1600 ist es lutherisch.

001 Plakat1 002 Storch1 003 Torhaus

Meister Adebar begrüßt die Besucher Loccums in der Nähe des Kloster-Torhauses

005 Eingangstor

Im Jahre 1098 gründeten in Citeaux in Frankreich einige Benediktiner-Mönche, die mit der Handhabung der Klosterregeln des Heiligen Benedikt von Nursia sowie der sich zu prachtvoll darstellenden Kirche in ihrem Orden unzufrieden waren, den Orden der Zisterzienser.

004 Blick durchs Torhaus

ein schlanker Dachreiter als Zeichen der Bescheidenheit

Die Mönche des neuen Ordens wollten in Askese und Bescheidenheit außerhalb der Zentren streng nach der Klosterregel <ora et labora> leben. Sie errichteten sich äußerst schlichte Bauwerke, denn ihre Kirchen sollten keine Kathedralen sein. Noch heute sind die Besucher zisterziensischer Kirchen wegen deren Größe, der Architektur  und der auffallenden Schlichtheit fasziniert. Zu den Klöstern der Zisterzienser gehörte wegen der geistlichen und praktischen Aufgaben eine klare Arbeitsteilung, die von meist adligen (ora) und arbeitenden (labora), aus der Bevölkerung stammenden  Mönchen verrichtet wurden. Das zeigte sich auch in den Kirchen, in denen der für die betenden Mönche vorgesehene vordere Kirchenraum durch einen (meist durchsichtigen) Lettner vom hinteren Teil getrennt war.

006 Klosterkirche

die Klosterkirche (erbaut 1220-1277)

006a Seitenansicht Kirche
008b Kirchenschiff
012 altes Buch

Zisterzienser-Bibel

010 Chorgestühl und Tabernakel

Teil des Chorgestühls und Tabernakel

007 ehemaliger Torbogen

Auf Betreiben der welfischen Landesherren nahmen im Jahr 1593 der Abt, der Prior sowie der Konvent das lutherisch Augsburgische Bekenntnis an. Aus dem Zisterzienser- Kloster Loccum  war somit ein evangelisch-lutherisches Kloster geworden, in das allerdings keine Mönche mehr eintreten konnten. Hier wurden zukünftige, auf Pfarrstellen wartende Pastoren, als Mönche auf Zeit, aufgenommen. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich daraus ein Predigerseminar.

008 Kirchenschiff

Kirchenschiff

009 Altar 013 Kerzenleuchter

        Altar                                                         moderner Leuchter

008a Kirchengewölbe
011 Kreuzgang

der Kreuzgang, der innerste Bereich des Klosters

014a Abtei
014 Abtei Abts-Haus

das ehemalige Abtshaus (Abtei)

016a Zehntscheune 015 Seitenansicht Kirche

Zehntscheune (“Elefant”, 13.-14.Jahrhundert.)

Seitenansicht der Klosterkirche

015a Seitentür 016 Seitenansicht 017 Am Backteich

am Brauteich

Stille und Andacht rund um die Klosteranlage

018 Blühende Kastanie am Backteich

blühende Kastanien

022 Adonislibelle

“Frühe Adonislibelle” (Pyrrhosoma nymphula)

019 Tor am Pilgerhaus

Kloster-Portal am Pilgerhaus

020 Kühe auf der Wiese

ländliche Idylle

024 Kleine Brücke im Wald 021 Gänsefamilie

kleine Brücke im umgebenden Wald

Gänsefamilie beim “Sonntagsausflug” auf dem Backteich

023 Treibholz 025 Rhododendronblüte

“Treibgut” auf dem außerhalb des Klosters liegenden Backteich

Rhododendrenhecken rund um das Kloster

026 Kirche Seitenansicht 027 Portal

Kloster Loccum ist ein sehr schönes Zeugnis der mittelalterlichen zisterziensischen Klostergründungen, die auf die Grundsätze Bernhard von Clairvaux´s zurückgehen. Es wird gerne - wegen seiner Vollständigkeit - mit dem Kloster Maulbronn in Baden-Württemberg verglichen, das bereits 1138 gegründet worden war. Beide Klöster sind einzigartig nördlich der Alpen.

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